Der entscheidende Faktor, der über die Beherrschung von ferngesteuerten Fahrzeugmodellen entscheidet, ist die Feinfühligkeit der Fernsteueranlage.

Entwicklungsgeschichte der Fernsteuerungen

Die erste Fernsteueranlage für RC-Autos wurde bereits im 19. Jahrhundert gebaut. Der Physiker Nikola Tesla stellte auf der Weltausstellung 1898 in New York ein erstes ferngesteuertes Boot vor. Gegen Mitte der 1930er-Jahre wurden Fernsteueranlagen und ferngesteuerte Fahrzeuge erstmals auch für einfache Leute erschwinglich, ambitionierte Radiobastler bauten aus Röhrensender und -empfängern erste funktionsfähige Anlagen. Ab Mitte der 1950er-Jahre wurden die ersten von der Industrie gefertigten Fernsteueranlagen für Modellfahrzeuge angeboten. Ein regelrechter Quantensprung in der Entwicklung der drahtlosen Fernsteuertechnik wurde Ende der 1950er-Jahre und Anfang der 1960er-Jahre mit der zunehmenden Verbreitung von Transistoren eingeläutet. Durch diese Entwicklung war es erstmals möglich, kompakte und trotzdem sehr leistungsstarke Fernsteuerungen zu entwickeln. In der Übergangsphase von Röhren- auf Transistortechnik wurden auch sogenannte "Hybrid-Fernsteueranlagen" gebaut, die sowohl Röhren als Endstufe, als auch Transistoren zur Modulation des Signals einsetzten. Eine weitere Verbesserung ergab sich Mitte der 1960er-Jahre durch die Entwicklung der Tonmodulation, was die Steuerung von mehreren Kanälen über ein Signal ermöglichte. Seitdem hat sich bis auf die Einführung von integrierten Schaltkreisen nicht mehr viel an der Fernsteuertechnik geändert, sie wurde jedoch bis heute ständig im Detail verbessert und speziell auch immer häufiger mit Computern kombiniert.

Heutige Fernsteuerungs-Technik

Heutzutage verwendet man primär Fernsteueranlage mit Pulspausenmodulation (PPM), der analogen Pulsweitenmodulation (PWM), sowie der Pulscodemodulation (PCM). Als Frequenz wird bei RC-Autos entweder auf 27 oder 40 Megahertz gesendet, es gibt jedoch bereits die ersten Fernsteueranlagen, die im zwei Gigahertz-Band senden.